"FAILTE GO EIREANN!" - "WILLKOMMEN IN IRLAND!"

1. - 10. Juni 2008

Last update: 13. März 2008.

Präsident Gerhard Setschnagg beweist immer wieder seine gute Hand bei der Auswahl der Reiseziele für die, alle 2 Jahre stattfindenden, KMVC-Reisen. Stets kann er „Reisevergnügen pur“ garantieren!

IRLAND, die grüne Insel, war in idealer Flug-/Bus-Kombination von 01.06. bis 10.06.2008 das diesjährige Reiseziel. Viel haben wir während dieser Tage gesehen, und viel haben wir erlebt. Nur ein kleiner Abriss davon sei hier erwähnt.

Da war zuerst, die angeblich „berühmteste Gasse der Welt“, die DROSSELGASSE in Rüdesheim am Rhein mit ihren gediegenen alten Fachwerkhäusern und ihren einladenden Weinschenken, denen wir, am Schluss des ersten Reisetages, nicht widerstehen konnten.

Die Britische Insel erreichten wir mit dem imposanten Fährschiff „PRIDE OF ROTTERDAM“, das die etwa 400km lange Strecke von Rotterdam Europoort – Kingston upon Hull in ungefähr 11stündiger nächtlicher Überfahrt bewältigte.

Oder, denken wir an die anschließende Stadtführung mit Mrs. PENNY COLE, die uns in ihrer launigen Weise die Sehenswürdigkeiten der mittelenglischen Stadt York zeigte, wie etwa YORK MINSTER, die größte Anglikanische Kirche Englands, oder das sehenswerte mittelalterliche Stadtzentrum.

Im Schottischen GRETNA GREEN haben sich die Mutigsten von uns für einen zweiten Hochzeitstag, und somit für eine gültige Verlängerung ihrer bestehenden Ehe entschieden. Also bitte, ab sofort den 03.06.2008 als zweiten Hochzeitstag nicht vergessen!!

Mit dem schnellen Fähr-Katamaran wurde die Überfahrt vom Schottischen STRANDREAR nach dem Nordirischen BELFAST in etwa zwei Stunden geschafft.
Die Sehenswürdigkeiten der Stadt Belfast, wie etwa das prächtige STORMONT-Parlament, die TITANIC-Werft von HARLAND & WOLFF, oder die schicksalsträchtigen MURALS, die großflächigen Wandbilder der FALLSROAD, aus der Zeit der Bürgerunruhen zwischen Katholiken und Protestanten, wurden uns von Mrs. NOE vermittelt.

Entlang der Küste von ANTRIM erreichten wir den nördlichsten Punkt Nordirlands: GIANT’S CAUSEWAY (Damm der Riesen), bestehend aus vulkanischem Gestein, wobei tausende schwarze sechseckige Basaltstöcke ein prächtiges Landschaftsbild formen.

Nur die Härtesten unter uns trotzten dem Regen, um sich schließlich als „Splittergruppe“ fotografieren zu lassen. Aus dieser Gegend stammt auch der berühmte BUSHMILL-MALT-WHISKEY, ein Spitzenprodukt aus der gleichnamigen Brennerei, die zugleich die älteste lizenzierte Destillerie der Welt (!) ist. Bereits im 13. Jahrhundert haben hier Irische Mönche den WHISKEY „erfunden“, den sie nicht ohne Hintergedanken „Lebenswasser“ nannten. Im Jahre 1608 erhielt die Destillerie BUSHMILL ihre, bis heute gültige, Lizenz. Der BLACK BUSHMILL schmeckt unvergleichlich besser und milder als Schottischer Whiskey, und ist durchaus zu empfehlen!

Von hier an gab es nur noch Schönwetter. Gerne erinnere ich mich an die hochherrschaftlichen Schlafzimmer des Hotel BEECH HILL COUNTRY HOUSE in DERRY,
oder an die geschichtsträchtigen alten Häuser aus dem 19. Jahrhundert des Freilichtmuseums ULSTER AMERICAN FOLKPARK bei OMAGH, wo wir uns von den letzten Englischen Pfundnoten trennten, die in Nordirland als Zahlungsmittel gelten, um in der Republik Irland wieder mit Euro zu bezahlen.

Das akzentfreie „Habe die Ehre!“ des Irischen Polizisten war doch köstlich, als er unser Buskennzeichen sah, und uns freundlich grüßte.
Die schöne Landschaft von CONNEMARA war geprägt durch die weit ins Landesinnere reichenden Meeresarme, die üppige Vegetation (Rhododendren und Fuchsien), und das satte Grün so weit das Auge reichte. Die schlossartige Anlage von KYLEMORE ABBEY wurde im 19. Jahrhundert von einem wohlhabenden Kaufmann erbaut, und ist heute im Besitz des Benediktiner-Ordens, und verzauberte uns vom ersten Augenblick an.

Wenn wir uns die Stadt GALWAY in Erinnerung rufen, fallen uns sofort wieder die wunderschönen alten Pubs mit Musik und freundlichen Menschen ein. Von dort war es nicht weit zu den CLIFFS OF MOHER, dem schroffen 8km langen Küstenabschnitt, wo sich die steilen Klippen bis zu 200m hoch aus dem Atlantik erheben. Eine eigene, wildromantische Welt...

In eindrucksvoller Erinnerung werden uns sicher sowohl die ehemalige Kathedrale (13. Jahrhundert) am südlichsten Punkt unserer Reise, dem ROCK OF CASHEL, einerseits, aber auch die mystisch wirkende Klosteranlage von GLENDA LOUGH in den WICKLOW MOUNTAINS bleiben, die einst die Wirkstätte des Heiligen KEVIN war. Beide Ziele sind kulturelle Juwelen.

Die prachtvolle Gartenanlage von POWERSCOURT GARDENS sowie DUBLIN selbst, beschlossen die Reihe von Sehenswürdigkeiten unserer Reise.
Die Stadt Dublin haben wir nicht verlassen, ohne uns im TEMPLE BAR Bezirk dem Reiz der gemütlichen Pubs in Viktorianischem Stil mit dunkelbraunem Mobiliar, bei gut gezapftem GUINNESS oder LAGER, und einem IRISH STEW hinzugeben. Auch mein privater Ausflug in die renommierte Whiskey-Brennerei JAMESON war lohnend.

Alle waren wir angenehm berührt von der ausgesprochenen Freundlichkeit der Iren, egal ob Jung oder Alt. Ich glaube, der folgende Irische Satz bringt es genau auf den Punkt:

„...ein Fremder ist ein Freund, der einem zuvor noch nie begegnet ist...!“

Ein Grund mehr, um von der Irischen Seele begeistert zu sein.

Es bleibt mir, mich an dieser Stelle namens unserer Reisegruppe bei Gerhard und Christine für den perfekten Ablauf der Reise und die geglückte Auswahl der Ziele nochmals herzlich zu bedanken!
Besonderes Lob und auch ein aufrichtiges „Danke!“ an Norbert, unseren Busfahrer, für den der Linksverkehr absolut kein Thema war, und der uns auf eigene Faust, abseits seiner Fahrtroute, viele schöne Plätze gezeigt hat, die wir, hätten wir die Hauptverkehrsstraßen benützt, nie gesehen hätten. Zurück bleibt die schöne Erinnerung an eine Reise, die man zusammen mit netten Freunden erleben durfte.
 

DI Gerhard Reichl

 

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