Flohmarkt Imola im Wandel der Zeit!

11. - 12. September 2009

Last update: 27. Oktober 2009.

Waren meine ersten Imola-Fahrten noch Fahrgemeinschaften mit Gleichgesinnten, so hat sich der alljährliche Flohmarktbesuch inzwischen zu einem integren Pflichttermin meiner Sammelleidenschaft entwickelt.
Mit der am Freitag, dem 11. September vorverlegten Anreise per Bus wurde auch heuer wieder sowohl die Club-Gemeinschaft gefördert als auch der Hektik des Besucherandrangs am Samstag begegnet. Der Teilemarkt selbst hat sich, wie die Älteren unter uns rückblickend feststellen können, von den Boxen und dem Start- Zielgelände vor mehr als 10 Jahren ausgehend inzwischen über den gesamten Kurs ausgeweitet, um erst in den letzten beiden Jahren in der Standfolge wieder etwas lückenhafter zu werden.
Ebenso muss trotz Qualitätseinbußen bei den Angeboten eine deutliche Zunahme des Preisniveaus neben dem Schwinden von Vorkriegsartikeln, dafür aber eine deutliche Häufung von japanischen Produkten und Nachfertigungen registriert werden. Dennoch finden sich immer wieder Exponate, die häufig nur als unverkäuflicher Blickfang gezeigt werden, um mit Besuchern ins Gespräch zu kommen oder die für den Besitzer nach Anerkennung und Bewunderung werben sollten.
Aus diesem Blickwinkel sind auch die fotografisch ausgewählten Unikate zu betrachten, deren Entstehung nur der den Italienern eigenen Exponiertheit und Liebe zum Detail zu verdanken ist.

Ing. Hermann Weichsler
 

Die Liebe zum „bambino“ haben wohl den Entschluss
zum Bau eines Kinderautos begründet, dessen
jahrelange Entstehung den Junior jedoch diesen Spielzeug entwachsen ließ.

Mit dem Mut zu außergewöhnlichem Design hat diese Lambretta-Kreation sicher für Aufsehen,  nicht jedoch für hohe Stückzahlen gesorgt.

Wie man einen Motorradmotor als Antrieb eines Lastenkarren verwenden kann, zeigt dieses Beispiel.
Dass dem luftgekühlten Aggregat sowohl vom Schutzblech als auch von den Fahrerbeinen die
Kühlluft genommen wurde, beweist nur die Unbekümmertheit des Konstrukteurs, dem auch die falsche Kühlrippenanordnung des Zylinderkopfes
nicht gestört hat.

Kein vom Kettenantrieb verschmierten Hosen, kein verfangenes Kleid zwischen den Speichen des Hinterrades, aber mangelnde Spurtreue bei Seitenwind zeichnen diese Designstudie aus.

 

Eine typische Rollerkonstruktion zu Beginn der 50er Jahre, als jeder Zweiradhersteller versuchte vom Motorisierungsboom zu profitieren.

Wem das Honda-Äußere für das 6-Zylinder Topmodell zu bieder war, der versuchte sich mit eigenem Design auf die Stufe eines Tamburini, Tartarini oder Terblanche zu stellen.

Obwohl sich Rumi-Motoren mit zwei Zylindern
schon zu ihrer Entstehungszeit deutlich vom
technischen Niveau der Konkurrenz unter-schieden, waren sie Ausgangsbasis für 3, 4 und sogar 6
Zylinder Basteleien.

Ein 6-Zylinder Dino-Motor zu Vorführzwecken in neuer und vermutlich letzter Funktion.

 

Dieses Exponat dürfte ein auf Sicherheit bedachter Beamter besessen haben, dem das Erreichen
seiner Ziele erst mit drei Motoren ausreichend
garantiert erschien.

 

 

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