KMVC Busfahrt zum Oldtimermarkt nach Imola!

21. September 2008

Last update: 6. November 2008.

Die Formel-1-Rennstrecke „Autodromo Enzo e Dino Ferrari“ in Imola war wieder einmal das Ziel unserer Clubreise. Mit Springers Bus und Clubmitglied Kurt am Steuer befanden wir uns bereits am Freitag den 12.9. kurz nach 11.00 Uhr vor Ort. Die Imolesi dürften nette Leute sein, denn, obwohl der Markt offiziell erst um 13.00 Uhr seine Pforten öffnet, durften wir – und natürlich auch andere Besucher – auf das Gelände, besser gesagt auf die Rennstrecke.
Zur Erinnerung: Hier wird – so Bernie Ecclestone es erlaubt – der „Große Preis von San Marino“ ausgetragen. Am 1. Mai 1994 verunglückte in der Tamburella-Kurve der dreifache Weltmeister Ayrton Senna tödlich.
Das Wetter war uns gnädig, obwohl die Vorhersage zu 85 Prozent Regen prognostizierte, und so konnte man sich hemmungslos dem Suchen von Fahrzeugen, Ersatzteilen und ähnlichen interessanten Dingen widmen. Die Preise, tja die Preise … das ist in Italien so eine Sache. Die Kunst liegt darin, die wenigen vernünftigen Verkäufer zu finden, weil ein Großteil der Händler hat Preisvorstellungen jenseits von Gut und Böse. Schon vor zwei Jahren, als die Vespa-Hysterie so richtig ausgebrochen war, gab es Unmengen dieser Kultfahrzeuge in allen Zuständen, vom blanken Schrott bis zur tatsächlichen Toprestauration. Eines war allen diesen Objekten gemeinsam: Sie waren unheimlich teuer. Heuer waren nocheinmal um 50 Prozent mehr Vespas im Angebot, wobei mir persönlich auffiel, dass akzeptable Fahrzeuge aus den späten 80igern und frühen 90igern – nicht überall, aber nach einigem Suchen - durchaus zu moderaten Preisen um die 1000 Euro zu haben waren. Mir scheint, bei den APE-Vespas (das sind die dreirädrigen Lastesel) der ersten Generationen hat die Hysterie ihren Höhepunkt erreicht: Ein fast komplettes Exemplar aus den frühen 50igern mit geschlossenem Kastenaufbau, natürlich in jedem Detail zu restaurieren, rostig, verbeult, Motorzustand unbekannt, war einem Deutschen aufgefallen. Er fragte in meiner Anwesenheit nach dem Preis. Ich hörte etwas von „sette mille“, glaubte mich verhört zu haben und fragte den kopfschüttelnden Deutschen nach dem Preis: „7000 Euro“ sagte er nur und machte einen ziemlich verstörten Eindruck.
Selbstverständlich gab es ganz wunderbare Guzzis, Laverdas, Morinis, Ducatis usw. Wie man im Bus von den Experten hörte, alles ziemlich teuer.
Es gab auch viele 500er Fiat im Angebot die für meinen Geschmack fast alle, für das was sie boten, viel zu viel kosteten. Ein Beispiel: 500er, Baujahr 73, nicht schlecht lackiert aber alle alten Dichtungen verwendet, Inneneinrichtung so lala, Reifen alt, Motor optisch gut, 5700 Euro! Und das Beste: Rostige Scheinwerfereinsätze. Das allein sagt mir schon, wie dieses Fahrzeug „restauriert“ wurde. Es war auch bis zu unserer Abreise am Samstag Nachmittag nicht verkauft.
Der von unserem Bus mitgeführte Anhänger füllte sich schön langsam mit auf dem Markt „erbeuteten“ Motorrädern und Teilen.
Die Aktion „Imola 2008“ war jedenfalls dank unserem KMVC-Motorradreferenten Reinhard Müller wieder ein Erfolg. Daran war auch unser Chauffeur Kurt mit seiner Ehefrau stark beteiligt, versorgten sie uns doch nahezu ständig mit ausgezeichneten und preiswerten Würsteln und den dazu gehörenden Getränken.
ACHTUNG ÄNDERUNG: Wir möchten auch im nächsten Jahr wieder nach Imola, jedoch wird die Reise nur zustande kommen, wenn sich die Teilnehmer nicht nur rechtzeitig zum Nennungsschluss anmelden, sondern auch die Reisekosten auf dem Clubkonto eingelangt sind. Sollten zu diesem Termin zu wenige Leute eingezahlt haben, findet Imola 2009 NICHT STATT!

Rudolf Schranz
 

 

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