Schönes Salzkammergut - in memoriam Hubert Peroutka!

26. - 28. September 2008

Last update: 6. November 2008.

„Eine Seentour im Salzkammergut, das wäre doch eine tolle Sportwagenausfahrt“, so oder so ähnlich waren die Gedanken unserer beiden Organisatoren Rainer Erlacher und Helmut Zechner bald nach der wunderbaren Ausfahrt 2007 ins Berchtesgadener Land. Das Ergebnis ihrer Bemühungen konnten wir Ende September vor Ort genießen.

Am Freitag Nachmittag war im ÖAMTC-Sicherheits- und Trainingszentrum Mail eine Prüfung zu bewältigen, bei der man das Fahrverhalten seines Sportwagens und die Sensibilität seines Gasfußes kennenlernen konnte. Erst galt es eine Strecke leicht bergab auf trockener Fahrbahn im relativ engen Slalom zu fahren. Nach einer 180-Grad-Wende war dann ein Bergaufslalom, aber auf bewässertem Untergrund, angesagt, wobei für umgeworfene Hütchen Strafsekunden vergeben wurden. Anschließend ging es  ebenfalls mit Zeitnahme für drei Runden auf die beregnete Kreisbahn. Bei beiden Bewerben spielten die Pferdchen nur eine untergeordnete Rolle während gute Reifen und intakte Stoßdämpfer ebenso wie auf der Straße von größter Wichtigkeit waren.

Es nahmen 18 Fahrer – alles Clubmitglieder, unter Ihnen unser Präsident Gerhard Setschnagg mit Beifahrer Franz Homschak – alles in allem 33 Personen – an dieser Salzkammerguttour teil. Bereits auf der Fahrt von Wien nach Kärnten mußte Heinz Mair seinen Lotus Europa zur Seite stellen, er hatte zu plötzlich zu viele PS auf die Antriebswellen geworfen … 

Da der Sölkpass wegen des Tage zuvor gefallenen Schnees gesperrt war, führte die Route über Unzmarkt, Liezen, Bad Mitterndorf und Hallstatt zum Grundlsee. Schöne Appartements und eine sehr gute Küche befriedigten für die Zeit unseres Aufenthaltes das leibliche Wohl.

Am Samstag fuhren wir über St. Agatha und Bad Goisern nach St. Wolfgang am gleichnamigen See, wo ein zweistündiger Aufenthalt zur Besichtigung diverser Touristenattraktionen wie dem „Weißen Rößl“ und dem „Schwarzen Rößl“ diente, wobei ich enttäuscht feststellte, dass hier keine Operettenmusik gespielt wurde, auch Peter Alexander habe ich nirgends gesehen …

Bei unserer Fahrt auf die „Postalm“ - übrigens der größten zusammenhängenden Almlandschaft Mitteleuropas – hatten die Pferdchen endlich ein bißchen Auslauf, die einen mehr, die anderen weniger. Nach der Mittagsrast gelangten wir über den Paß Gschütt und Gosau zum berühmten Vorderen  Gosausee an dem ein kaum glaublicher Touristenrummel herrschte. Zurück zum Hotel ging es über Hallstatt, den Koppenpass und Bad Aussee.

Am späteren Nachmittag bildeten sich drei Gruppen: Die Wanderer, sie besuchten den idyllisch gelegenen und seit der NS-Zeit geheimnisumwitterten Toplitzsee. Die Rennfahrer, sie mussten unbedingt noch die am Abend hutfahrerfreie Herausforderung namens Loseralmstraße möglichst schnell bezwingen. Die dritte und größte Gruppe waren die Verliebten, sie wollten einfach in Ruhe gelassen werden …

Der Galaabend mit feinem italienischem (kalt und warm) Buffet diente auch der Ehrung der Sieger vom freitäglichen Bewerb. Diese heikle und mit viel Taktgefühl zu lösende Aufgabe (bekanntlich hält sich ja jeder selbst für einen zumindest „sehr guten“ Autofahrer) übernahm der Organisator dieses Rennens Rainer Erlacher.

Bei Kaiserwetter starteten wir am Sonntag in den letzten Tag dieser Veranstaltung die ja unvermeidlich mit der Heimfahrt endete. Vorerst aber wurden wieder die bewährten drei Gruppen gebildet: Die Entdecker (die kleinste Gruppe), sie besuchten die Rieseneishöhle im Dachsteinmassiv. Die wahren Oldtimerfans (die größte Gruppe), sie fuhren zur Alteisenbeschau ins tolle Verkehrsmuseum bei Bad Ischl und letztlich die Nostalgiker, die schon am Morgen in das zauberhafte Hallstatt kamen um ja alles zu sehen, vom Marktplatz (wo ein Mini-Mini-Erntedankfest stattfand. Man sah, dass hier die Leute hauptsächlich vom Fremdenverkehr leben) bis zum Beinhaus. Traumhaft an diesem Tag der Blick über die Berge und auf den Hallstätter See. Auf einer Terrasse direkt am See wurde das Mittagessen eingenommen, ehe wir zur Heimfahrt – diesmal über den Sölkpass mit Rast bei der Kreuzerhütte – aufbrachen.

Ein gnädig gesonnener Wettergott, keine Pannen, beste Laune und die wunderschöne Landschaft des Salzkammergutes, was will man mehr?

 

Rudolf Schranz

 

Die Ergebnisse des Fahrbewerbs um den „Petit Prix de KMVC“ (kleinen Preis des KMVC):

17. Gerhard Puff (Alfa Spider 1750), 16. Dieter Stergner (MGB), 15. Gerhard Setschnagg (Alfa GT Junior 1300), 13. ex aequo Gottfried Struckl (Jaguar E) und Dietmar Wester (Alfa Spider 2000), 12. Hans Zamernik (Mercedes 280 SLC), 11. Hans Kopeinig (Alfa 1600 GTV), 10. Andreas Lackner (Spitfire 1500), 9. Helfried Slama (MG Midget 1100), 8. Helmut Zechner (Alfa GT Junior 2000), 7. Siegfried Seufzer (Fiat X19 1500), 6. Gottfried LEOPOLD (Jaguar E), 5. Rainer Erlacher (Alfa GTV 2,5), 4. Peter Tröbacher (Alfa GT Junior 2000),

3. Helmut Umschaden (Fiat 124 Spider 2000), 2. Jochen Molnar (Alfa GTV 2000), 1. Rudolf Schranz (Alfa GT Junior 1600).        

 

 

  Fotoalbum

 

 

ZURÜCK